Nutzung von Torf im Licht der Nachhaltigkeit
Der wichtigste Ausgangsstoff für die Herstellung von Kultursubstraten ist Torf. Vor etwa fünfzig Jahren setzten sich „Torfkultursubstrate“ im Erwerbsgartenbau durch und sind heutzutage unverzichtbar. Der weltweite Bedarf ist ungebremst und wird wahrscheinlich weiter zunehmen, da in vielen Regionen der Welt erst jetzt nach und nach die Vorteile eines guten Substrates erkannt werden.
Torfkultursubstrate sichern Pflanzenwachstum
Torf hat einzigartige physikalische, chemische und biologische Eigenschaften, die ihn zum idealen Wachstumsmedium für den Gartenbau machen. Kultursubstrate auf Torfbasis geben den Wurzeln der jeweiligen Pflanze den Halt, den sie brauchen, und verfügen über eine optimale Luft- und Wasserkapazität. Über die Zugabe von Kalk kann der pH-Wert des Substrats exakt auf die jeweilige Kultur eingestellt werden, und auch die Zugabe von Düngern erfolgt punktgenau. Aufgrund der verlässlich gleichbleibenden Qualität der Torfrohstoffe kann ein Substrat über Jahre hinweg immer in derselben hohen Qualität hergestellt werden. All diese Punkte geben den Gartenbaubetrieben die Sicherheit, die sie brauchen, um erfolgreich kultivieren und wirtschaften zu können.
Im Weltmaßstab und nach heutigem Kenntnisstand gibt es keinen Rohstoff, der Torf als Bestandteil hochwertiger Substrate ersetzen könnte. Entweder sind andere Ausgangsstoffe nicht in den notwendigen Mengen verfügbar, oder sie schwanken in ihrer Qualität und bergen damit ein potenzielles Risiko für den Erwerbsgärtner.
Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 4 Mio. Kubikmeter Kultursubstrate im Erwerbsgartenbau genutzt werden. An Torfersatzstoffen wie Holzfasern, Kompost und anderen stehen aber weniger als 1 Mio. Kubikmeter zur Verfügung.
Im Sinne des Drei-Säulen-Modells für eine nachhaltige Unternehmensführung werden hier alle drei Aspekte berührt. In ökologischer Hinsicht sind Torfkultursubstrate ein Medium, das weltweit zu garantierten Wachstumserfolgen führt. Der Leitsatz von Klasmann-Deilmann „we make it grow“ gilt hier im besten Sinne.
In ökonomischer Hinsicht tragen Torfkultursubstrate verlässlich zur Existenzsicherung der gesamten Gartenbaubranche bei – auch bei Klasmann-Deilmann. Und das berührt schließlich auch die soziale Säule, denn der Erwerbsgartenbau ist ein nennenswerter Arbeitgeber – angefangen beim Substrathersteller über den Pflanzenproduzenten bis hin zum Gartencenter und Blumenladen.
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Einer der großen Vorteile von Torf ist seine Verfügbarkeit für den Substrathersteller und für den Erwerbsgartenbau. Als natürlicher Rohstoff muss Torf in der Natur abgebaut werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Torf nicht in intakten Mooren abgebaut wird. Torfabbau wird bereits seit Jahrzehnten nur noch in „vorgenutzten“ Mooren genehmigt, also in Flächen, die schon vor langer Zeit entwässert wurden, beispielsweise um Lebensraum und landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu erschließen. (Quelle: IVG)
Auf der gesamten Welt existieren etwa 400 Mio. Hektar Moore und ehemalige Moore. 86 % dieser Flächen befinden sich nach wie vor in einem natürlichen Zustand. Knapp 10 % der weltweiten Flächen wurden entwässert, vor allem um eine forst- oder landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Die vorgenutzten Moore, die heute als Abbauflächen gelten, umfassen weltweit etwa 0,5 Mio. Hektar – also ungefähr 0,125 % des Gesamtbestandes an intakten und vorgenutzten Mooren. Torfmoos zählt zwar offiziell nicht zu den nachwachsenden Rohstoffen. Gleichwohl wächst weltweit mehr Torfmoos nach, als abgebaut wird: Dem jährlichen Zuwachs von etwa 2 Mrd. Kubikmetern Sphagnum in den intakten Mooren steht eine Torfgewinnung zu kommerziellen Zwecken von jährlich etwa 100 Mio. Kubikmetern gegenüber – das entspricht einem Verhältnis von 20:1.
(Quelle: www.bth-online.org)
Der Abbau von Torf betrifft die Säule der Ökologie. Torfabbau nutzt natürliche
Ressourcen, allerdings geschieht er ausschließlich in Flächen, die bereits in weit zurückliegenden Jahrzehnten unter völlig anderen Voraussetzungen entwässert wurden. Intakte Moore sind heutzutage vom Torfabbau ausgeschlossen.
Der Abbau von Torf betrifft die Säule der Ökologie. Torfabbau nutzt natürliche
Ressourcen, allerdings geschieht er ausschließlich in Flächen, die bereits in weit zurückliegenden Jahrzehnten unter völlig anderen Voraussetzungen entwässert wurden. Intakte Moore sind heutzutage vom Torfabbau ausgeschlossen.
Klimaauswirkungen
Seit einigen Jahren werden Moore, Torfabbauflächen und Torfgewinnung auch unter dem Gesichtspunkt der Emission von Klimagasen betrachtet. Intakte Moore speichern einerseits Kohlendioxid (CO2) und setzen andererseits die Treibhausgase Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O) frei. Entwässerte Moore setzen das zuvor gespeicherte Kohlendioxid (CO2) wieder frei. Von den gesamten jährlichen Emissionen in Deutschland resultieren 0,2 % aus der Torfgewinnung. Renaturierte Abbauflächen können erneut die Funktion als Kohlenstoffsenke erfüllen. (Quelle: IVG-Präsentation „Fakten Torf“)
Die Frage nach den Klimaauswirkungen des Torfabbaus berührt die Nachhaltigkeitssäule der Ökologie. In der Diskussion geht es zumeist um die Klimagase, die aufgrund des Abbaus freigesetzt werden. Dass intakte Moore ebenfalls Klimagase abgeben, wird in der Diskussion vernachlässigt, da hierfür nicht der Mensch verantwortlich ist. Gleichwohl gilt es, alle Aspekte zu berücksichtigen. Intakte Moore sind nicht nur klimafreundlich, sondern emittieren auch Klimagase. Mit dieser Tatsache sollen Emissionen aufgrund von Torfabbau nicht bagatellisiert werden, aber sie können in eine korrekte Relation gesetzt werden.
Seit einigen Jahren werden Moore, Torfabbauflächen und Torfgewinnung auch unter dem Gesichtspunkt der Emission von Klimagasen betrachtet. Intakte Moore speichern einerseits Kohlendioxid (CO2) und setzen andererseits die Treibhausgase Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O) frei. Entwässerte Moore setzen das zuvor gespeicherte Kohlendioxid (CO2) wieder frei. Von den gesamten jährlichen Emissionen in Deutschland resultieren 0,2 % aus der Torfgewinnung. Renaturierte Abbauflächen können erneut die Funktion als Kohlenstoffsenke erfüllen. (Quelle: IVG-Präsentation „Fakten Torf“)
Die Frage nach den Klimaauswirkungen des Torfabbaus berührt die Nachhaltigkeitssäule der Ökologie. In der Diskussion geht es zumeist um die Klimagase, die aufgrund des Abbaus freigesetzt werden. Dass intakte Moore ebenfalls Klimagase abgeben, wird in der Diskussion vernachlässigt, da hierfür nicht der Mensch verantwortlich ist. Gleichwohl gilt es, alle Aspekte zu berücksichtigen. Intakte Moore sind nicht nur klimafreundlich, sondern emittieren auch Klimagase. Mit dieser Tatsache sollen Emissionen aufgrund von Torfabbau nicht bagatellisiert werden, aber sie können in eine korrekte Relation gesetzt werden.




