Vielvältige Maßnahmen zur Renaturierung
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Die wichtigste Art einer Folgenutzung ist die Wiedervernässung. In Niedersachsen hat Klasmann-Deilmann bereits 2.200 Hektar ehemalige Torfabbauflächen mit dem Ziel der Moorrenaturierung wiedervernässt – Flächen, die ihren Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten werden. Darüber hinaus werden in den litauischen Standorten 1.200 Hektar für eine Wiedervernässung und Renaturierung vorbereitet.
Aufgrund unterschiedlicher geologischer und hydrologischer Gegebenheiten können nach Beendigung des Torfabbaus nicht alle Flächen wiedervernässt werden. Stattdessen werden ehemalige Abbauflächen zum Teil aufgeforstet oder für die landwirtschaftliche Folgenutzung hergerichtet.
Gegenwärtig nutzt KlasmannDeilmann in Niedersachsen 5.800 Hektar Abbaufläche, bei denen die Folgenutzung folgendermaßen vorgegeben ist:
- 4.200 Hektar langfristige Wiedervernässung
- 1.500 Hektar Landwirtschaft
- 100 Hektar Aufforstung.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es fast ausschließlich die ehemaligen
Torfabbaugebiete sind, die renaturiert werden und als Naturschutzgebiete dauerhaft erhalten bleiben. KlasmannDeilmann leistet hier einen nennenswerten Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeitssäule Ökologie.
Ehemalige Moore, die durch andere Wirtschaftszweige – z. B. die Landwirtschaft – genutzt werden, gehen hingegen für den Umweltschutz verloren.
Wiedervernässung
Nach Beendigung des Torfabbaus werden die ehemaligen Abbauflächen einplaniert und die Entwässerungsgräben verfüllt. Über stufenartig angelegte, verwallte Polderflächen von 5 bis 10 Hektar Größe wird der Stand des Niederschlagwassers geregelt. Ziel ist es, Torfmoose (Sphagnum) und andere für das Moor charakteristische Pflanzen wie das Wollgras anzusiedeln und eine moortypische Landschaft wiederherzustellen.
Nach Beendigung des Torfabbaus werden die ehemaligen Abbauflächen einplaniert und die Entwässerungsgräben verfüllt. Über stufenartig angelegte, verwallte Polderflächen von 5 bis 10 Hektar Größe wird der Stand des Niederschlagwassers geregelt. Ziel ist es, Torfmoose (Sphagnum) und andere für das Moor charakteristische Pflanzen wie das Wollgras anzusiedeln und eine moortypische Landschaft wiederherzustellen.
In den wiedervernässten Flächen werden durch den Wasseranstau die früheren hydrologischen Gegebenheiten wiederhergestellt, die eine moorähnliche Vegetation (Renaturierung) oder gar moortypische Vegetation (Regeneration) aufweisen und zu CO2-Senken werden können, wenn der Torfkörper wieder zu wachsen beginnt. Somit kann eine wiedervernässte Fläche zur Biodiversität – in diesem Falle also zur Vielfalt der Ökosysteme – beitragen und erneut landschaftsprägend werden.
Natürliche Sukzession
Für eine natürliche Sukzession werden ehemalige Abbauflächen einplaniert und Gräben wieder verfüllt. Ohne weitere Maßnahmen werden die Flächen dem sich einstellenden Aufwuchs überlassen. Sukzessionsflächen sind oftmals Pufferzonen zwischen wiedervernässten und landwirtschaftlichen Flächen.
Aufforstung
Ehemalige Abbauflächen werden ähnlich wie bei der landwirtschaftlichen Folgenutzung durch Tiefpflügen oder Kuhlen hergerichtet und im Anschluss mit einer Mischung aus heimischen Gehölzen bepflanzt. Die Aufforstung ist vor allem in waldarmen Gebieten ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz.
Landwirtschaftliche Folgenutzung
Die Herrichtung zur landwirtschaftlichen Folgenutzung erfolgt heutzutage nur noch in seltenen Fällen. Dazu werden ehemalige Abbauflächen in einem Verhältnis von ca. 1/3 Resttorf und 2/3 darunterliegendem Sand umgebrochen, wobei auch die wasserundurchlässige Ortsteinschicht gebrochen wird. Dadurch entsteht die sogenannte „norddeutsche Sandmischkultur“. Die für die Landwirtschaft erforderlichen Entwässerungsgräben werden naturnah ausgebaut: Eine Grabenseite wird mit einer wechselnden Böschungsneigung und einer Feuchtberme angelegt und mit heimischen Gehölzen bepflanzt. Die andere Grabenseite muss für Reinigungsarbeiten befahrbar bleiben. Darüber hinaus werden Windschutzstreifen angelegt.
Die Herrichtung zur landwirtschaftlichen Folgenutzung erfolgt heutzutage nur noch in seltenen Fällen. Dazu werden ehemalige Abbauflächen in einem Verhältnis von ca. 1/3 Resttorf und 2/3 darunterliegendem Sand umgebrochen, wobei auch die wasserundurchlässige Ortsteinschicht gebrochen wird. Dadurch entsteht die sogenannte „norddeutsche Sandmischkultur“. Die für die Landwirtschaft erforderlichen Entwässerungsgräben werden naturnah ausgebaut: Eine Grabenseite wird mit einer wechselnden Böschungsneigung und einer Feuchtberme angelegt und mit heimischen Gehölzen bepflanzt. Die andere Grabenseite muss für Reinigungsarbeiten befahrbar bleiben. Darüber hinaus werden Windschutzstreifen angelegt.




